Chill mal! – Teil 2

… Ohne Zweifel gibt es Zeiten, die schwieriger sind als andere und die wir versuchen müssen, durchzustehen, nur sind das weitaus weniger als wir denken. Wenn uns diese „schwierige Zeit“ an ein Ziel bringt das wir erreichen wollen und es „nur“ eine anstrengende Lebensphase ist, lohnt sich der Weg dorthin meistens. Allerdings haben wir in unserer Gesellschaft eine ähnliche hartnäckige Angewohnheit wie die Ernsthaftigkeit – das Durchhaltevermögen.

Das Durchzieh – Gen

Alles was angefangen wurde, musst beendet werden, alles was entschieden wurde, muss fortan gelebt werden und alles was schwierig ist, muss bekämpft werden. Das, wie ich es nenne: „Durchzieh – Gen“ ist weit verbreitet. In meinem Freundeskreis gibt es einige, die streng nach diesen Weisheiten erzogen wurden und jetzt mit Anfang 20 kurz vor dem Burnout stehen. Das Gefühl, nach einer Entscheidung nichts mehr ändern zu können und dass jeder Schritt der Schritt in die Erfolglosigkeit sein könnte, macht Angst. Angst vor dem Leben und dabei haben wir doch alles selbst in der Hand. Wenn dein Studium nicht das Richtige ist, du dich Tag für Tag zur Uni schleppen musst und schon lange nicht mehr weißt was Glück ist – dann lass es sein! Wenn das Praktikum nicht dem entspricht was du dir vorgestellt hast und du nicht das Gefühl hast, dass es dich zu deinem Ziel bringt – dann lass es sein!

Die Geschichte deines Lebens

Denke nicht „Die drei Monate zieh ich jetzt halt durch“, wenn du unglücklich dabei bist. Es ist deine Lebenszeit die verloren geht und die dir niemand je wieder zurückgeben kann.
Das verbissene „durchziehen“ von Dingen ist in jeder Hinsicht ungesund. Der Fokus sollte auf der Lebensqualität liegen und vor allem auf der Frage: „Macht mir mein Leben gerade überhaupt Spaß?“ Wir sind vielleicht nicht der Chef auf der Arbeit, nicht der Chef von Deutschland und nicht der Chef der Welt. Aber wenn wir eins sind, dann der Chef unseres Lebens, von unserer eigenen, individuellen Welt. Also lasst uns alle mal chillen und unsere Gesellschaft somit ein bisschen glücklicher machen.

„Vielleicht geht es nicht um das Happy End, sondern um die Geschichte deines Lebens.“

!! Zum ersten Teil kommst du hier

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