Chill mal! – Teil 1

In unserer Gesellschaft ist vieles ganz schön ernst. Der Weg zum Ziel wird gerade uns jungen Leuten oft genau vorgeschrieben. Abitur, Studium, Beruf, zwischendurch vielleicht noch eine Auslandsreise um „Erfahrungen zu sammeln“. Aber weiß ich als junger Mensch dann wirklich wer ich bin? Vielleicht wäre vieles einfacher, wenn wir alle mal „chillen“ würden. Nicht ständig auf der Jagd nach neuen Zielen und damit verbundenem Stress wären.

Qualitiytime höchster Klasse

Wie wirkt das in der Gesellschaft, wenn ich mir nach dem Schulabschluss einfach eine Auszeit nehme, nichts plane? Wenn ich zuerst versuche herauszufinden wer ich bin, was ich will und wer ich sein möchte und das mit ganz viel Zeit für mich selbst? Vermutlich würde es einige Kritik geben. Es würde geratschlagt, ermutigt, ermahnt und vielleicht auch geschimpft werden. Aber hat nicht jeder Mensch das Recht, sein Leben individuell zu führen? Kann nicht jeder selbst entscheiden was gut ist und wie der Weg aussehen soll?

„Nichtstun“ ist „Vieltun“

Ja, das kann er. Ernsthaftigkeit und Planung wird in unserer Gesellschaft großgeschrieben, was nicht nur Nachteile hat, das ist klar. Menschen die uns ermutigen, wollen in den meisten Fällen nur das Beste und auf gar keinen Fall, dass wir nichts tun. Dabei kann eine Weile „Nichtstun“ sehr viel Wert sein. Schließlich tun wir beim „Nichtstun“ ja nicht wirklich nichts. Zeit für sich selbst und zwischendurch das Gefühl von Langeweile kann unfassbar kreative Schübe hervorrufen und letztendlich zu dem entscheidenden „Klick“ führen, der uns auf den richtigen Weg bringt. Ich habe das Gefühl, dass wir – egal ob jung oder alt, nur von Ziel zu Ziel leben und gar nicht mehr das erfassen, was gerade passiert. Wir hechten von Station zu Station in der Hoffnung, dass dann alles besser wird. So oft höre ich Zitate wie: „Wenn das Studium erstmal vorbei ist, dann wird alles besser“ oder „Ich ziehe das jetzt das eine Jahr durch, dann fängt das Leben richtig an!“ Aber ist das wirklich der Weg durchs Leben?

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