Ja!!

Es gibt unfassbar viele kölsche Lieder, unglaublich viele tolle Stimmen und unzählig viele Beats, die packen. Melodien, die dich mit auf eine Reise nehmen und dich immer genau dort abholen, wo du gerade bist. Das ist Kunst und Kunst ist das, was sich oft so schwer beschreiben lässt. Das Besondere ist, das Kunst alles kann, es gibt keine Regeln. Mal ist sie laut, mal leise, mal wild, mal sanft. Heute entlockt sie dir die Träne die beweist, dass du fühlst, auch wenn der Alltag dein Feuer manchmal erdrückt. Und es fühlt sich so gut an, wenn sie auf dein Knie tropft. Morgen stehst du in der Menge und lebst plötzlich den Moment. Du tanzt und lachst, als gäbe es nichts, was dich je bedrückt hat. Nichts, was deinen Atem je genommen oder deine Augen je erstarrt hätte, denn das ist gar nicht wichtig. Die Bühne bebt und du strahlst nach oben, als seien diese Menschen deine Helden. Diese Menschen die du gar nicht kennst geben dir das Gefühl, unschlagbar zu sein. Das Saxophon ergänzt zusammen mit der Tuba die Trompete und die Menschen, die die Instrumente spielen, geben dir das „Ja“, das du so gerne hörst. Ja, es geht. Ja, es lohnt sich und ja, du kannst es.

Randale und Hurra!

Querbeat stürmt die Bühne und im selben Augenblick liegt die Bude schon in Schutt und Asche. Metaphorisch gesprochen. Binnen weniger Minuten ist das Bild des Abends von verschwitzten, mit Konfetti voll klebenden Körpern gezeichnet, die meisten können jede Textzeile sicher mitsingen. Auf Kölsch versteht sich. Dass Querbeat gute Musik macht, ist klar. Zusätzlich ist es jedoch bemerkenswert mit wie viel Energie das Orchester ihre Beats auf die Bühne bringt. Das ist Spaß und Leidenschaft, gefolgt von Professionalität und Timing. Zum ersten Mal touren die Rheinländer auch über NRW hinaus und tragen das kölsche Brauchtum so bis ins Schwabenland. Und das kommt an. Unter anderem bestimmt deshalb, weil Querbeat alles andere als gewöhnlich ist. Weit weg vom Mainstream verzaubern die Musiker selbst geradlinige Rationaldenker mit moderner, akustisch fordender Blasmusik. Sympathisch sind sie dann auch noch. Was soll man dazu noch sagen außer: Randale und Hurra!