„Arsch huh!“ – mehr denn je

Gemeinsam gegen rechte Gewalt und für die Demokratie – dafür steht die Kölner Kampagne „Arsch huh, Zäng ussenander“ seit vielen Jahren. Mehr als zwanzig Jahre später hat das Motto kein Stück an Relevanz und Aktualität verloren, denn rechte Gewalt und Hetze sind leider nach wie vor Themen, denen sich die Demokratie stellen muss. Umso wichtiger sind Kampagnen wie diese. Wir brauchen Menschen die dagegenhalten, die stark sind und ihre Meinung vertreten ganz egal was kommt. Denn die Antwort auf Terror, Hass und Intoleranz kann nur Mut, Liebe und Zusammenhalt sein.

Der 9. November 1992 sollte indirekt das Geburtsdatum der kölschen Kampagne gegen rechts, und somit ein klares Zeichen für das friedliche Miteinander sein. Bei einem Konzert gegen Rassismus versammelten sich mehr als 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz in Köln – weitaus mehr als erwartet. Toll zu hören, dass sich damals so viele Kölner einsetzten und es heute noch tun, andererseits traurig, dass das 2017 immer noch so ein großes Thema ist. Für mich gibt es nicht selbstverständlicheres als die Gleichberechtigung und es fällt mir schwer mich mit Menschen auseinanderzusetzen, für die das nicht ebenso selbstverständlich ist. Intoleranz ist für mich absolut nicht nachvollziehbar aber genau deshalb ist es wichtig, gerade dann die Diskussion zu suchen, auch wenn das nicht leicht ist.

„Kein Raum für Rassismus!“ – nicht gestern, nicht heute, niemals.

Unglaublich viele Kölner setzen sich für die „Arsch huh, Zäng ussenander“ Kampagne ein und das macht mich stolz. Stolz und glücklich und auch ein bisschen hoffnungsvoll. Täglich wird man in den Medien mit neuen Anschlägen und Katastrophen konfrontiert und trotzdem bleibt die Hoffnung und der Wille, eines Tages in einer friedlichen Welt ohne Hass, dafür mit ganz viel Liebe zu leben. Unter Mottos und Hashtags wie zuletzt „Du bes Kölle!“ und #NichtMitUns wirken engagierte Mitglieder, darunter viele bekannte Gesichter wie Musiker Wolfgang Niedecken bei den regelmäßigen Veranstaltungen der Kampagne mit. Querbeat, Bläck Föös, Gerd Köster oder auch Komikerin Carolin Kebekus sind Beispiele für diejenigen, die das Motto beim Wort nehmen und die „Zäng ussenander“ kriegen. Um zu verändern muss man tun – das war schon immer so und das wird immer so sein.

Quelle: www.facebook.com/pg/Arschhuh/photos